schreinrei julian grimm
Projektüberblick
| Objekt: | Produktionshalle mit Büro |
| Auftraggeber: | Ohmstraße 19 GbR, Sylvia und Thomas Grimm, Stuttgart |
| Architekt: | Imrich Sill, Stuttgart |
| Statik: | Schaffitzel Holzindustrie |
| Ausführung: | Schaffitzel Holzindustrie |
| Baujahr: | 2018 |
Technische Daten
| Konstruktion: | Produktionshalle, ca. 630 m2 Fläche, ca. 20 m lange, frei gespannte Satteldachbinder, Tragwerk, Dach- und Wandverbände sowie Deckenbalken aus Fichten-Brettschichtholz, Feuerwiderstandsklasse R 30 |
| Maße: | 30 x 20 m |
| Leistungsumfang: | Statik für Holzbau und Fundation, Hallentragwerk aus BS-Holz, kompette Gebäudehülle und Zwischendecken für Büro und Lager als Balkendecke und Massivholzdecke |
Besonderheiten
Seit seiner Kindheit arbeitet Julian Grimm gerne mit Holz. Deshalb stand für ihn früh fest, das Schreinerhandwerk zu erlernen und seine berufliche Zukunft in diesem Bereich aufzubauen.
Mit 23 Jahren gründete er seine eigene Schreinerei und startete in einer rund 150 m² großen gemieteten Werkstatt. Das Unternehmen spezialisierte sich auf Innenausbau und Möbelbau. Mit zunehmender Auftragszahl und größeren Projekten wuchs auch der Bedarf an Produktionsfläche. 2018, nur zwei Jahre nach der Gründung, entstand deshalb eine eigene Produktionshalle mit rund 630 m².
Schaffitzel Holzindustrie realisierte das Hallentragwerk aus Brettschichtholz sowie die Gebäudehülle ab Oberkante der Bodenplatte. Für das Tragwerk – bestehend aus Satteldachbindern, Obergurten, Dachriegeln und Außenstützen – wurden rund 74 m³ Brettschichtholz eingesetzt. Bezogen auf die eingesetzte Holzmenge entspricht dies rechnerisch rund 60 Tonnen gebundenem CO₂.
Die Satteldachbinder überspannen die gesamte Hallenbreite ohne Mittelstützen. Dadurch steht die Produktionsfläche ohne zusätzliche Stützen im Halleninneren zur Verfügung und kann flexibel für die Arbeitsabläufe der Schreinerei genutzt werden.
Bei der Planung wurden zudem verschiedene Maßnahmen zur Energieversorgung und Nutzung der betrieblich anfallenden Holzreste berücksichtigt. Auf dem Hallendach wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Außerdem entstand ein separater Lagerbereich für zu Briketts gepresste Holzreste, die zur Beheizung der Schreinerei eingesetzt werden.
Die Halle wurde nach dem damaligen KfW-Effizienzhaus-55-Standard geplant und errichtet. Damit wurden die energetischen Anforderungen dieses Standards berücksichtigt.




