Anbau Produktionshalle HIMA
Projektüberblick
| Objekt: | Anbau an bestehende Halle |
| Bauherr: | Bernd und Dagmer GbR, Bretzfeld-Schwabbach |
| Architekt: | Feldmann Hinderer Architekten, Heilbronn |
| Statik/Tragwerksplanung: | Schaffitzel Holzindustrie / Büro reinhard Schmidt, Gaildorf |
| Baujahr: | 2020/2021 |
Technische Daten
| Konstruktion: | Anbau einer Produktionshalle, F 30-Hallentragwerk aus Fichten-Brettschichtholz, Satteldach mit 2 %DN, Doppelbinder mit abgehängter Decke für Stützenfreiheit |
| Maße: | 33,50 x 37 m |
| Leistungsumfang: | Herstellung, Lieferung und Montage |
Besonderheiten
2021 feierte die Hieber & Maier GmbH (HIMA) ihr 30-jähriges Jubiläum. Das mittelständische Unternehmen aus Bretzfeld-Schwabbach produziert Gewinde- und Flachwalzwerkzeuge, die unter anderem bei der Herstellung von Schrauben eingesetzt werden. Aufgrund der steigenden Nachfrage sollte die bestehende Produktionshalle um rund 1.000 m² erweitert werden.
„Wir verzeichnen weltweit eine sehr hohe Nachfrage und wollen durch den Anbau die Weichen für die Zukunft stellen“, erklärt Geschäftsführer Bernd Hieber, der HIMA gemeinsam mit seinem Sohn Yannik Hieber leitet.
Zu Beginn der Planung war noch offen, welcher Baustoff für die Erweiterung eingesetzt werden sollte. Die Entscheidung fiel schließlich auf Holz. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielten dabei auch die Gestaltung der Räume und die Eigenschaften des Baustoffs eine Rolle.
Der Anbau wurde an eine bestehende Halle mit Brandschutzwand errichtet. Das Tragwerk besteht aus einem F30-Tragwerk aus Fichten-Brettschichtholz mit vier Satteldachbindern und geradem Untergurt. Um die gewünschte stützenfreie Gestaltung der Zwischendecke zu ermöglichen, wurde die Decke beziehungsweise der Unterzug an den Doppelbindern nach oben abgehängt. Die Lasten werden dadurch über die Tragkonstruktion abgeleitet.
Für das Tragwerk wurden insgesamt rund 110 m³ Brettschichtholz eingesetzt. Bezogen auf die eingesetzte Holzmenge entspricht dies rechnerisch rund 90 Tonnen gebundenem CO₂.
Die Entscheidung für Holz hat den Bauherrn überzeugt: „Einmal Holz, hoffentlich immer Holz.“




