Sonnensegel Dortmund

Projektüberblick

Objekt: Denkmalpflegerische Instandsetzung des Sonnensegels in Dortmund
Bauherr: Stadt Dortmund/ Sport- und Freizeitbetriebe; Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg
Architekt: HWR Ramsfjell Architekten, Dortmund
Projektsteuerung: Knappheide Architektur, Wiesbaden
Tragwerksplanung und Sanierungskonzept: knippershelbig, Stuttgart
Baujahr: 2019/2020

 


Technische Daten

Konstruktion: Freitragende Schalenkonstruktion aus Holz/hyperbolische Paraboloidschale, Stützen aus Accoya-BSH mit Sonderquerschnitt
Maße Stützen: 9,42 m und 13,82 m
Leistungsumfang: Herstellung und Lieferung der Stützen

Besonderheiten

Seit 1969 steht im Dortmunder Westfalenpark ein Sonnensegel. Diese Konstruktion wurde im Rahmen der Gartenschau Euroflor von Günter Behnisch als eine doppelt gekrümmte Fläche, einer hyperbolische Paraboloidschale aus Holz, entworfen – die erste ihrer Art. Nach fast 50 Jahren wurde die Holzschalenkonstruktion jedoch durch Feuchtigkeit, Witterungseinflüsse und Pilzbefall stark beschädigt. Aus diesem Grund nahm sich die Wüstenrot Stiftung dem Projekt an und prüfte 2017 mit einer Machbarkeitsstudie die Möglichkeiten einer Instandsetzung. Ergebnis dieser Studie war, dass die Holzhängeschale zu einem Großteil erhalten bleiben und saniert werden kann. Zur Stabilisierung müssten allerdings die defekten Holzstützen und die stählernen Spannseile ausgetauscht werden. Die Schaffitzel Holzindustrie fertigte hierzu drei Stützen aus Accoya-Brettschichtholz an. Zwei dieser Stützenhaben eine Länge von je 9,42 m, die weitere Stütze misst 13,82 m. Für die Herstellung von Accoya wird ein Acetylierungsverfahren (mit Essigsäure) angewendet, wodurch Accoya sehr beständig gegen Verrottung und resistent gegen Pilze ist. Somit ist Accoya wesentlich haltbarer als konventionelles Holz, ohne seine Recyclingfähigkeit zu verlieren. "Auch wenn es wahsinnig viel Arbeit war, das Schönste am ganzen Projekt ist, dass es den Menschen zugute kommt. Sie können das Sonnensegel wieder nutzen.", so Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung Prof. Philip Kurz.

Fotos: Hans Jürgen Landes, Dortmund, Schaffitzel Holzindustrie