Innenansicht der Produktionshalle Schaffitzel Holzindustrie

Wie wird Brettschichtholz hergestellt?

Was ist Brettschichtholz?

Brettschichtholz ist ein industriell gefertigtes Produkt für tragende Konstruktionen. Es besteht aus mindestens drei getrockneten Holzlamellen, die faserparallel miteinander verklebt werden. Da das Wort sehr lang ist, werden oft die Abkürzungen BS-Holz oder BSH verwendet. In der Alltagssprache verwendet man auch häufig den Begriff „Leimholz“. Tragende Bauteile werden zudem „Binder“ genannt. Aus „Leimholz“ und „Binder“ wird dann der im Handwerk gerne verwendete Begriff „Leimbinder“.
Brettschichtholz kommt überall dort zum Einsatz, wo die Abmessungen eines massiven Holzbalkens für die statischen Anforderungen eines Bauwerks nicht mehr ausreichen. Brettschichtholz (BSH) ist ein Massivholz, das aber im Unterschied zu Konstruktionsvollholz (KVH) dann eingesetzt wird, wenn hohe Tragfähigkeit, große Spannweiten oder spezielle Formen gefragt sind. Dies ist insbesondere im Hallenbau, im Brückenbau sowie bei kreativen Sonderkonstruktionen der Fall – den drei Kompetenzbereichen von Schaffitzel Holzindustrie.
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In diesem Video können Sie einen Blick hinter die Kulissen unserer BSH-Produktion werfen. Von der sorgfältigen Feuchtemessung der einzelnen Holzlamellen über die genaue Sortierung und Keilzinkung bis hin zur Verklebung und abschließenden Hobelung – jeder Schritt ist geprägt von Präzision und Verantwortung für ein qualitativ hochwertiges Brettschichtholz.

Schritt für Schritt: Wie wird BS-Holz hergestellt?

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Die getrockneten Lamellen werden bereitgestellt und zu einem Roboter transportiert. Dieser sortiert die Lamellen nach den zuvor ermittelten Festig- und Feuchtigkeitswerten, um diese an vorgegebener Stelle im Leimbinder zu verwenden.
Nachdem eventuelle Fehlstellen gekappt wurden, werden die Lamellen zur Keilzinkenkompaktanlage befördert. In dieser werden die Lamellen in einem Arbeitsgang gefräst, zu einer „Endloslamelle“ (d.h. bis zur maximalen Länge im Pressbett) zusammengeklebt und gepresst.
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Die sogenannten Endloslamellen werden ausgehärtet und gehobelt. In der Folge werden Härter und Leim aufgetragen. Die Holzlamellen werden folglich sowohl an den Lamellenenden als auch vollflächig über die gesamte Breite miteinander verleimt.
Anschließend werden die Lamellen paketiert und entsprechend ihrer vorgesehenen Position im Binder angeordnet. Bis zu drei synchron laufende Kräne heben die vorbereiteten Lamellenpakete präzise in das Pressbett. Dort erhalten die Leimbinder ihre endgültige Form.
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Nach der Aushärtung im Pressbett werden Leimreste sowie überstehende Kanten im Binderhobel sauber entfernt, sodass eine glatte und angenehme Oberfläche entsteht. Die Brettschichtholzbinder werden dabei in einem Arbeitsgang durch den Hobel geführt.
Nun beginnt der sogenannte „Abbund“ der BS-Holzbauteile: Dabei werden die Leimbinder passgenau für den späteren Einbau auf der Baustelle bearbeitet. Die Bearbeitung erfolgt teilweise manuell, teilweise maschinell in einer vollautomatisierten Abbundanlage. Aussparungen, Durchbrüche sowie erforderliche Verbindungsmittel werden von erfahrenen Zimmerern in der Abbundhalle präzise von Hand angebracht.
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Noch in den Abbundhallen werden die fertig vorbereiteten Holztragwerks-Bauteile auf einen LKW verladen und zur Baustelle transportiert.


Häufige Fragen zum Thema Baustoff Holz, insbesondere Brettschichtholz

Warum werden bei der Produktion von Brettschichtholz auch Sonderholzarten eingesetzt?

Standardmäßig wird Brettschichtholz aus Fichtenholz hergestellt, da es sich besonders gut für weit gespannte Dachtragwerke und Konstruktionen im Innenbereich eignet. Diese Tragwerke sind in der Regel vor direkter Bewitterung geschützt.

Bei kreativen Sonderkonstruktionen im Außenbereich – beispielsweise Aussichtstürmen, Kunstobjekten oder nicht überdachten Brücken – sind die Anforderungen an das Holz jedoch deutlich höher. Neben einem konstruktiven Holzschutz, etwa durch geeignete Verschalungen und Abdeckungen, kommen deshalb auch witterungsbeständigere Sonderholzarten zum Einsatz. Dazu zählen insbesondere Lärche, Douglasie sowie das acetylierte Accoya-Holz, das sich durch eine besonders hohe Dauerhaftigkeit und Formstabilität auszeichnet.

Auch Buchenbrettschichtholz zählt zu den Sonderholzarten. Aufgrund seiner Eigenschaften darf es jedoch nicht bewittert werden und wird ausschließlich im Innenbereich eingesetzt. Als leistungsfähiges Laubholz bietet Buche sowohl ökologische Vorteile als auch eine hochwertige Optik für anspruchsvolle Tragwerke und architektonische Anwendungen.