Krombacher Brauerei
Projektüberblick
| Objekt: | Lagerhalle |
| Bauherr: | Krombacher Brauerei, Kreuzal, Ortsteil Krombach |
| Architekt: | Tollé Architekten, Verden |
| Holzbau: | Schaffitzel Holzindustrie |
| Ausführung: | Schaffitzel Holzindustrie |
| Baujahr: | 2018 |
Technische Daten
| Konstruktion: | 16 Binder mit 44,80 m Länge, 11 Binder mit 35,20 m Länge, 2% DN, extensive Dachbegrünung |
| Maße: | 6000 m2 große Lagerhallen |
| Leistungsumfang: | Statische Berechnung (Detail-/Konstruktionsplanung), Herstellung, Lieferung und Montage des Holztragwerks, Bauleitung, Dachabdichtung. |
Besonderheiten
Am Hauptsitz der Krombacher Brauerei entstanden 2018 zwei neue Getränkelagerhallen mit einer integrierten Leergutsortierung. Die zweiteilige Hallenkonstruktion bietet auf rund 6.000 m² Nutzfläche viel Tageslicht und ein Tragwerk aus Brettschichtholz.Ein wesentlicher Grund für die Wahl des Baustoffs war die Möglichkeit, die erforderlichen großen Spannweiten mit einer Holzkonstruktion umzusetzen. Die Konstruktion umfasst 27 frei gespannte Satteldachbinder mit Längen von bis zu rund 45 m, sechs Giebelobergurte, 20 Lichtkuppelwechsel und 27 Pendelstützen mit Gabellagerungen. Hinzu kommen 18 Giebelstützen, Druckriegel im Dachbereich als Einfeldsystem sowie sämtliche Dach- und Wandverbände.
Insgesamt wurden rund 630 m³ Brettschichtholz verbaut. Bezogen auf die eingesetzte Holzmenge entspricht dies rechnerisch mehr als 510 Tonnen gebundenem CO₂.
Auch die Fassadengestaltung wurde auf die besonderen Gegebenheiten des Standorts abgestimmt. Die Farbgebung orientiert sich an den natürlichen Farbtönen des Umfelds. Aufgrund des Geländeverlaufs liegen die rund 4 m tief ins Gelände eingebundenen Hallen teilweise im Erdreich. Ergänzend wurde die Fassade mit Rankhilfen aus Drahtseilen für eine Begrünung ausgestattet.
Eine weitere Besonderheit ist der Dachaufbau. Das gesamte Hallendach wurde extensiv begrünt. Neben der Trapezblechtragschale, der Dämmung und dem Foliendachaufbau musste auch das zusätzliche Gewicht des Gründachaufbaus bei der statischen Bemessung berücksichtigt werden.
Das Projekt verbindet damit große stützenfreie Spannweiten mit einer auf die Standortbedingungen abgestimmten Fassaden- und Dachgestaltung. Die unterschiedlichen Anforderungen an Tragwerk, Tageslicht, Begrünung und Nutzung wurden bei der Planung der Hallenkonstruktion berücksichtigt.




