Manching bei Ingolstadt
Projektüberblick
| Objekt: | Fuß- und Radwegbrücke |
| Bauherr: | Stadt Ingolstadt |
| Planung: | Ingenieurbüro Miebach, Lohmar |
| Werk- und Montageplanung, Fachbauleitung: | Schaffitzel Holzindustrie |
| Baujahr: | 2025 |
Technische Daten
| Konstruktion: | Holz-Beton-Verbund-Brücke mit einfeldrigem, integralem Träger, asphaltierte Fahrbahnplatte, Geländer aus Flachstahlpfosten gefüllt mit Streckmetallgittern, Handlauf aus Stahl mit Abdeckung aus Accoya-Brettschichtholz. |
| Maße: | ca. 30 m x 3,50 m |
| Nutzung: | Fuß- und Radwegbrücke |
| Leistungsumfang: | Werk- und Montageplanung, Herstellung, Abbinden, Liefern, Montieren des Blockträgers einschließlich Stahlteilen und Verbindungsmitteln. Herstellung, Abbinden und Montieren der Handlauf-Abdeckung aus Accoya. |
Besonderheiten
Pionierprojekt in Bayern: Die erste integrale Holz-Beton-Verbundbrücke
Mit dem Neubau der Fuß- und Radwegbrücke über die B16 bei Manching wurde die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer deutlich verbessert. Da die Brücke die stark frequentierte Bundesstraße in großer Höhe überspannt, war eine besonders schlanke Konstruktion mit geringer Bauhöhe gefordert. Diese Herausforderung löste das Ingenieurbüro Miebach mit einer innovativen, einfeldrigen Holz-Beton-Verbundbrücke.
Das Tragwerk besteht aus Brettschichtholzträgern mit variabler Querschnittshöhe. Die größte Bauhöhe befindet sich im Bereich der Rahmenecken, wo die höchsten statischen Beanspruchungen auftreten. Gleichzeitig sorgt die gestufte Ausführung der Träger für einen wirksamen konstruktiven Holzschutz: Durch die Abstufungen wird Schlagregen zuverlässig abgeführt und die Dauerhaftigkeit der Konstruktion erhöht.
Ein weiteres gestalterisches Highlight bildet die Handlaufabdeckung aus langlebigem und frei bewitterbarem Accoya-Brettschichtholz. Sie schützt die darunterliegende Stahlkonstruktion und verleiht der Brücke eine hochwertige, natürliche Optik.
Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt das Bauwerk Maßstäbe: Durch den Einsatz von heimischem Fichtenholz werden rund 37 Tonnen CO₂ langfristig gespeichert. Zusätzlich konnten durch den Verzicht auf Stahl im Haupttragwerk etwa 35 Tonnen CO₂ eingespart werden. Kurze Transportwege und die regionale Verfügbarkeit des Baustoffs Holz tragen zusätzlich zu einer positiven Umweltbilanz bei.
Als erste integrale Holz-Beton-Verbundbrücke Bayerns besitzt das Bauwerk Modellcharakter für zukünftige Infrastrukturprojekte. Die besondere Bedeutung des Projekts wurde auch beim Brückeneinhub sichtbar, an dem der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, persönlich teilnahm.








