Holzbrückenbau 
Planung (804)
Normen und Auflagen
DIN 1052 - Holzbauwerke
DIN 1052(488) - Holzbauwerke
DIN FB 101 - Lastannahmen
DIN 1074 - Holzbrücken

Wir sind Arbeitsgruppenmitglied zur Erstellung der Musterzeichnungen für Holzbrückenbau.
Diese sind ebenfalls Grundlage unserer Planung. Siehe auch unter dgfh
sowie alle gültigen Normen und Richtlinien für das Baugewerbe: Holzbau, Stahlbau, Betonbau, etc.

Verwendete Holzarten
Tragwerk (BS-Holz): Fichte,
Lärche, Kiefer, Douglasie
Beläge: Eiche, Lärche, Kiefer, Bongossi
Geländer: siehe Tragwerk und Belag

Konstruktion und Ausführung
Wir berücksichtigen konstruktiven Holzschutz für Holzbrücken gemäß neuer DIN 1074:
Überdachungen mit entsprechend großem Dachvorsprung zum Schutz vor Schlagregen (bester konstruktiver Holzschutz); hinterlüftete Bekleidung, z. B. mit Deckelschalung
Herstellung von Gefällen, Überstände, Tropfnasen, Abstand zum Erdreich, Abdeckungen mit Bohlen, Blechen oder Folien; Schrägschnitte

Da wir BS-Holz selbst herstellen, können wir auch Sonderabmessungen des BS-Holzes mit dünnen Lamellen z. B. Fertigstärke 20 mm auf Wunsch berücksichtigen.
Ebenso können wir BS-Holz aus resistenten Holzarten wie z. B. Lärche, Douglasie herstellen, oder Vollholzkonstruktionen aus Eiche.

Abdeckung des Tragwerkes mit Hilfe eines dichten Belages (z.B. flächige Dichtungsbahn mit aufgeständertem Holzbelag, Gussasphalt oder Abdeckung der
Träger mit Betonfertigteilplatten) Hinterlüftete Anschlüsse der Holzbauteile zueinander. Des weiteren achten wir auch auf einen konstruktiven Korrosionsschutz bei Stahlteilen.

Generell empfiehlt sich eine Feuerverzinkung mit einer zusätzlichen Beschichtung (z. B. mit Eisenglimmerfarbe auf Epoxidharzbasis), um Beeinträchtigungen wie z. B. durch Streusalz und Spritzwasser entgegenzuwirken. (siehe auch Hinweise zum Korrosionsschutz unter der ZTV-Korr)

Konstruktiver Holzschutz
Der konstruktiver Holzschutz hat eine sehr wichtige Funktion, deswegen muss schon bei Beginn der Planung darauf eingegangen werden. Er entscheidet über die
Haltbarkeit bzw. über die Lebensdauer einer Holzbrücke und kann auch durch den chemischen Holzschutz nicht ersetzt werden. Er dient dazu, Niederschläge von den einzelnen Bauteilen fernzuhalten bzw. ein schnelles Ableiten von Wasser zu garantieren. Wir sprechen hier von GESCHÜTZTEN Bauwerken.

Gemäß einer neuen Studie der deutschen Gesellschaft für Holzforschung (DGfH) ist bei geschützten Holzbrücken eine durchschnittliche Lebensdauer von 80 Jahren zu erwarten!

Diese Ergebnisse sollen bald zur Überarbeitung der „Ablöserichtlinien für Ingenieurbauwerke“ herangezogen werden.